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Kieferorthopädie

Schief stehende Zähne oder Fehlentwicklungen des Kiefers betreffen nicht nur die Ästhetik – sie können auch die Mundgesundheit beeinträchtigen. 

Bei Iten Zahnarzt in Hochdorf behandelt die Fachzahnärztin für Kieferorthopädie Dr. med. dent. Pia Deplazes Suter Kinder und Erwachsene mit modernsten Methoden.

Kieferorthopädie zur perfekten Zahnstellung

Es gibt viele Gründe, schief stehende Zähne oder Fehlentwicklungen des Kiefers korrigieren zu lassen. Einer der wichtigsten ist die Prophylaxe: Eng- und schiefstehende Zähne erschweren die Reinigung des Mundraumes und sorgen damit für eine erhöhte Kariesgefahr. 

Die Zahnbürste kann oft nicht in die engen Nischen vordringen. Die Folge sind Plaqueansammlungen und später Erkrankungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparats.

Wann ist eine Zahnspange sinnvoll?

Nicht jede Zahnlücke oder leichte Zahnfehlstellung erfordert gleich eine Spange. Doch manchmal ist eine kieferorthopädische Behandlung mehr als nur eine Frage der Ästhetik – sie kann für die langfristige Mundgesundheit entscheidend sein.

Eng stehende oder schiefe Zähne stören nicht nur die Harmonie des Lächelns. Sie bilden regelrechte Schmutznischen, in die die Zahnbürste kaum vordringen kann. Diese schwer zu reinigenden Stellen begünstigen die Ansammlung von Plaque, wo Bakterien vermehrt den Zahnschmelz angreifen. Die Folge ist ein deutlich erhöhtes Risiko für Karies und Zahnfleischerkrankungen.

«In unserer Praxis sehen wir immer wieder Patienten, die trotz guter Mundhygiene mit Karies zu kämpfen haben – einfach weil ihre Zahnstellung eine optimale Reinigung verunmöglicht», erklärt Dr. Deplazes Suter.

Kieferorthopädie für bessere Funktion

Fehlstellungen des Gebisses können sich auch auf die Funktion im Alltag auswirken. Wenn die Zähne nicht richtig aufeinandertreffen, wird die Nahrung nicht effizient zerkleinert, was zu Verdauungsstörungen führen und den Magen unnötig belasten kann. Vor allem Fehlstellungen im Frontzahnbereich wirken sich zudem auf die Lautbildung aus – typische Beispiele sind Lispeln oder Zischlaute, die durch Zahnlücken oder vorstehende Frontzähne entstehen können.

Ein falscher Biss führt häufig auch zu einer Überlastung der Kiefergelenke. Schmerzhafte Verspannungen der Kau- und Kopfmuskulatur können die Folge sein, bis hin zu chronischen Kopfschmerzen. Darüber hinaus können ein Engstand des Oberkiefers oder ein zurückliegender Unterkiefer die Atemwege einengen und zu Schnarchen oder sogar Schlafapnoe beitragen.

Kieferorthopädie bei Zahnfehlstellungen

Beim Engstand ist nicht genügend Platz für alle Zähne vorhanden – sie stehen eng beieinander oder überlappen sich. Dies ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern die überlappenden Bereiche sind besonders kariesgefährdet. Vergrösserte Zahnlücken werden auch als Diastema bezeichnet. Während kleinere Abstände als ästhetisch störend empfunden werden, können grössere Abstände auch zu einer Wanderung der Nachbarzähne führen.

Beim Kreuzbiss stehen die Zähne des Unterkiefers ausserhalb der Zähne des Oberkiefers, was unbehandelt zu einem asymmetrischen Kieferwachstum führen kann. Der Tiefbiss ist eine Fehlstellung, bei der die oberen Schneidezähne die unteren zu stark überdecken – langfristig kann es zu Zahnfleischschäden und erhöhtem Abrieb der Zähne kommen. Beim offenen Biss haben die Frontzähne beim Zubeissen keinen Kontakt, wodurch Sprach- und Kauprobleme auftreten können.

Kieferorthopädie bei Kindern

Auch wenn keine offensichtlichen Probleme vorliegen, empfehlen wir eine Routineuntersuchung im Grundschulalter von 6–8 Jahren, um versteckte Probleme frühzeitig zu erkennen.

Ein besonderer Vorteil der Behandlung im Kindesalter ist die Nutzung des natürlichen Wachstums. Der Kinderkiefer ist noch formbar und wir können durch gezielte kieferorthopädische Massnahmen die Entwicklung positiv beeinflussen. Im Wachstumsalter lassen sich bestimmte Korrekturen, wie zum Beispiel die Ausrichtung der Kieferbasen, viel einfacher durchführen als später im Erwachsenenalter. Mit einer geschickten Behandlungsplanung können wir die natürlichen Wachstumsimpulse unterstützen, statt gegen sie arbeiten zu müssen. So kann mitunter durch relativ einfache Massnahmen eine spätere aufwendige Behandlung vermieden werden.

Kieferorthopädie bei Erwachsenen

Immer mehr Erwachsene entscheiden sich für eine Zahnkorrektur. Bei einigen ist es der lang gehegte Wunsch nach einem ästhetisch ansprechenden Lächeln, bei anderen stehen funktionelle Probleme im Vordergrund.

Schiefe Zähne können zu ungleichmässigen Belastungen führen, die auf Dauer Zahnschmelz und Zahnfleisch schädigen. Eine Korrektur kann helfen, die eigenen Zähne bis ins hohe Alter zu erhalten und Folgeschäden vorzubeugen. Zahnfehlstellungen belasten zudem die Kiefergelenke und verursachen Verspannungen im Kopf-, Nacken- und Schulterbereich – eine ausgeglichene Zahnstellung kann diese Beschwerden deutlich lindern. Gerade Zähne lassen sich auch leichter reinigen, was das Risiko von Karies und Zahnfleischentzündungen erheblich verringert. Nicht zuletzt kann ein attraktives Lächeln das Selbstbewusstsein stärken und sich sowohl im Berufs- als auch im Privatleben positiv auswirken.

Vorteile einer frühzeitigen Behandlung

Im Vergleich zur Kieferorthopädie bei Kindern und Jugendlichen gibt es bei der Behandlung von Erwachsenen einige wichtige Unterschiede. Bei Erwachsenen ist der Kieferknochen ausgewachsen, was bedeutet, dass wir das Wachstum nicht mehr beeinflussen können, sondern mit dem vorhandenen Knochenvolumen arbeiten müssen. 

Die Knochen- und Gewebereaktionen verlaufen langsamer, was die Behandlung etwas zeitaufwändiger macht. Vorbelastungen wie Zahnfleischrückgang, defekte Zähne oder vorhandene prothetische Arbeiten wie Kronen und Brücken müssen bei der Behandlungsplanung berücksichtigt werden.

Bei sehr komplexen Fehlstellungen kann manchmal eine Kombination aus kieferorthopädischer Behandlung und kieferchirurgischem Eingriff die beste Lösung sein. Dies kommt jedoch nur bei ausgeprägten Dysgnathien (Kieferfehlstellungen) in Frage.

Diskrete Behandlungsmöglichkeiten

Viele erwachsene Patienten schrecken aus ästhetischen Gründen vor einer kieferorthopädischen Behandlung zurück. Die Vorstellung, mit einer auffälligen Metallspange durch den Alltag zu gehen, schreckt viele ab. Zum Glück gibt es heute viele diskrete Alternativen.

Transparente Aligner-Systeme wie beispielsweise Invisalign sind durchsichtige Kunststoffschienen, die kaum sichtbar sind und zum Essen oder bei wichtigen Terminen herausgenommen werden können. Zahnfarbene Keramikbrackets sind deutlich unauffälliger als herkömmliche Metallbrackets, bieten aber eine vergleichbare Wirksamkeit. Linguale Spangen werden auf der Innenseite der Zähne befestigt und sind von aussen praktisch unsichtbar – diese Methode ist ideal für Erwachsene mit hohen ästhetischen Ansprüchen. Jede Methode hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Welche für Sie am besten geeignet ist, hängt von der Art Ihrer Zahnfehlstellung und Ihren persönlichen Umständen ab.

Kostenübernahme durch Krankenkasse

Eine kieferorthopädische Behandlung ist eine Investition in die Zukunft – nicht nur für ein schönes Lächeln, sondern auch für eine langfristige Mundgesundheit. Die Grundversicherung betrachtet kieferorthopädische Behandlungen in der Regel als freiwillige, medizinisch nicht notwendige Massnahmen und übernimmt die meisten Behandlungen daher nicht. In bestimmten Fällen kann die Invalidenversicherung (IV) die Kosten übernehmen, wenn es sich um ein anerkanntes Geburtsgebrechen handelt – die Kriterien dafür sind jedoch streng definiert.

Bei der Kostenübernahme gibt es grosse Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen. Während die Grundversicherung nur selten Leistungen übernimmt, bieten viele Zusatzversicherungen spezielle Leistungen für Kinder und Jugendliche an, die je nach Tarif zwischen 50% und 90% der Kosten decken. Eine solche Zusatzversicherung sollte möglichst früh abgeschlossen werden, idealerweise vor dem 4.–5. Lebensjahr, um spätere Leistungsausschlüsse zu vermeiden. Für Erwachsene ist die Situation noch restriktiver: Die Grundversicherung zahlt praktisch nur bei schweren Kieferfehlstellungen, die eine kombinierte kieferchirurgisch-kieferorthopädische Behandlung erfordern. Für alle anderen Fälle ist eine private Zusatzversicherung notwendig – oder die Behandlung muss selbst finanziert werden.

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